Wir sind dabei! Ein edulabs-Panel auf der re:publica 2018

Wir sind dabei! Ein edulabs-Panel auf der re:publica 2018

Medienbildung open education

Wir freuen uns, dass unser Kooperationsprojekt edulabs.de mit einem Panel auf der diesjährigen re:publica in Berlin vertreten sein wird. Nach einem vollen edulabs-Jahr wollen wir einmal mehr der Frage nachgehen, wie sich Lehren und Lernen in der digitalen Gesellschaft verantwortungsvoll gestalten lässt. Unsere drei Gäste Sandra Schön, Melanie Stilz und Dejan Mihajlovic  – drei Bildungsenthusiasten aus den Bereichen Schule, Hochschule, Lehrerbildung Medienpädagogik und Making – sind hierfür genau die Richtigen! Und das re:publica – Publikum sowieso!

Vom 2. bis zum 5. Mai ist es wieder soweit: die re:publica  – eine der wichtigsten Konferenzen weltweit zu den Themen der digitalen Gesellschaft versammelt zum elften Mal viele spannende, Denker*innen, Akteure, Initiativen und Innovator*innen, um gemeinsam die Fragen des 21. Jahrhunderts zu stellen, weiterzudenken und Antworten zu finden. Der richtige Ort und Zeitpunkt für das Team von edulabs, sich mit spannenden Menschen ein paar Fragen zu stellen … Denn auch wenn digital gestützte Methoden und kreative Medienprojekte als Ausgangspunkt einer kritisch-kompetenten (zeitgemäßen) Bildung für das 21. Jahrhundert zunehmend in den Blick geraten: Die Umsetzung in der Schule etwa, gelingt nur vereinzelt. Doch was braucht es für diese (zügige) Bildungstransformation?

Und auch über den edulabs-Fokus hinaus wollen wir uns kritisch fragen: Ist der im Projekt gewählte Bottom-up-Ansatz gemessen an der sozialen Wirkung überhaupt zielführend? Ist es überhaupt die Aufgabe der Zivilgesellschaft, dem Bildungssystem auf die Sprünge zu helfen?

Mit Blick auf unseren Schwerpunkt Open Education beschäftigt uns außerdem, was es bedeutet, Bildung als Gemeingut zu denken und eine offene Strategie in der Bereitstellung von Bildungsmaterialien zu fordern. Wo bringen Nachnutzbarkeit, offene Lizenzen und eine Kultur des Teilens einen pädagogisch-didaktischen Mehrwert? Was sind ihre Voraussetzungen und Nachteile? Wir sind sehr gespannt auf eine volle Stunde anregende Diskussion  – Christine Kolbe, didaktische Koordinatorin bei edulabs und Pädagogin bei mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e.V. wird das Panel moderieren.

 

Zur Session-Beschreibung hier entlang:

https://18.re-publica.com/de/session/konnen-making-open-source-design-schule-morgen-inspirieren

 

Was ist edulabs?

Das Gemeinschaftsprojekt von Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.  und mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e.V. hat viele Ideen umgesetzt, um eine Community zu finden, stärken und zu unterstützen, die sich für zeitgemäßes Lehren und Lernen im Dienste der offenen, digitalen Gesellschaft einsetzt. Es entstanden Arbeits- und Vernetzungsräume – etwa im zweiwöchigen stattfindenden Edulab Berlin oder im gut besuchten Blog und Twitterchannel. Und zahlreiche Ideen und Fundstücke, die viele Menschen aus den Bereichen Schule, Medienpädagogik, Maker- und Entwicklerszene in einer Sammlung mit über 50 konkreten Projektideen zusammengetragen haben. www.edluabs.de/oer

Im laufenden Projekthalbjahr steht der Austausch mit bundesweit 15 Partnerschulen und ein nachgefragtes Workshopprogramm für Lehrer*innenfortbildungen zu zeitgemäßer Medienbildung als Querschnittshema im Mittelpunk unserer Aktivitäten.

 

Wer mitmachen oder sich genauer informieren möchte, findet hier weitere Informationen
www.edulabs.de
Twitter: @edulabsDE

Digitalität ohne digitale Tools

Digitalität ohne digitale Tools

Medienbildung open education

Wie zeitgemäße Medienbildung auch ohne digitale Technik auskommt und trotzdem digitale Themen in den Blick nimmt.

Für die gelungene (postdigitale) Gesellschaft müssen digitale Themen und Kompetenzen dringend auch in der Breite vermittelt werden. Die Kompetenzbündel sind geschnürt, viele gute Konzepte zeitgemäßer Medienbildung stehen zu Verfügung. Eine beachtliche Zahl an Lehrer*innen –  wenn’s gut läuft auch ganze Kollegien – nehmen ihre tragende Rolle vielerorts ernst und an. Soweit so gut. Doch der Blick auf die realen Arbeitsbedingungen in den Schulen, unter denen digitale Themen in der Unterricht integriert werden sollen ist ebenso oft ernüchternd. Häufig fehlt es an allem: zuverlässiges Internet, funktionierende Ausstattung mit Computern oder Tablets, gepaart mit einem generellen Handyverbot…

Dieses Dilemma bat uns die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin im Rahmen einer gemeinsame Fachtagung mit der Friedrich Ebert Stiftung in den Blick zu nehmen. Wir sollten einen Workshop zum Thema DIGITALITÄT OHNE DIGITALE TOOLS konzeptionieren. Ein Widerspruch für einen Akteur wie mediale pfade, der zeitgemäße Medienbildung, in der Regel an kompetenten Technikeinsatz koppelt? Nein, denn auch digitale Themen und anhängige Kompetenzen können sicherlich mit analogen Methoden vermittelt werden. Wir fanden diese Frage sehr spannend und haben uns zu diesem Anlass selbst noch einmal auf Lernreise begeben, intensiv im Kolleg*innenkreis umgehört und viele fruchtbare Ideen zusammengetragen.

Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Kolleg*innen Tine Nowak, Stephan Schölzel, Guido Brombach, Stefan Kühne, Michael Weis, Christoph Kaindel, Christina Dinar, Valentin Dander, Lisa Rosa, Florian Borns, Jörg Hagel und Angelika Beranek für das Teilen von (offenen) Lehr- und Lernmaterialien und die Diskussion darum. Hier ist die Diskussion und weiterführende Links.

Schließlich haben wir daraus im Rahmen unseres Projektes www.edulabs.de, das wir seit einem Jahr zusammen mit der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. entwickeln einen 90-minütigen Workshop gebaut, der ganz klar die Empfehlung ausspricht: Auch in der Schule ist eine zeitgemäße Medienbildung möglich – mit Brückentechnologien und Methoden, die mit wenig oder sogar ohne Technologie auskommen.

Für den Workshop haben wir fünf Best-Practice aus verschiedenen medienpädagogischen Feldern herausgezogen und mit unseren Teilnehmer*innen diskutiert. (Dokumentation siehe unten). Die Materialien setzen sämtlich auf klassische “Offline-Methoden”, nehmen aber dennoch aktuelle Themen der digitalen Lebenswelt in den Blick. Sie schaffen Anschlussstellen, um mit Kindern und Jugendlichen über mediale Räume in den Austausch zu kommen und vermitteln kritische Sachkompetenz zu Medientools und -praktiken, motivieren aber auch durch kreative, spielerische Zugänge.  

Maker:L,Date:2017-9-15,Ver:5,Lens:Kan03,Act:Kan02,E-ve
CC-BY medialepfade.org | 
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Weil es aber natürlich noch viel mehr gute Ideen zu dem Thema gibt, sind wir gespannt auf Feedback und möchten gern noch weitere freie Bildungsmaterialien in die edulabs Sammlung für Unterrichtsideen einfügen.
Für Interessierte in Berlin gibt es wieder am 20. Februar 2018 die Möglichkeit ins edulab#BE zukommen.
Wer auch überregional mitmachen oder sich genauer informieren möchte, findet hier weitere Informationen.
www.edulabs.de
@edulabsDE

 

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FÜNF OFFLINE-METHODEN
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Standortabfrage (“Offline-Kahoot”)
– ein paar Fragen zum Warmwerden

Ziel: Die TN werden mit anregenden Fragen in die Diskussion über eine kritisch-kompetente Medienbildung (Mediennutzung, Meinung zu bestimmten Themen oder Kompetenzabfragen), hineinholen. Freiräume für Statements aufmachen und untereinander besser in den Austausch kommen.

Dauer: 10 – 15 min

Ablauf: Es werden einzelnd bis zu vier Fragen mit drei Antwortmöglichkeiten in die Gruppe gegeben die jeweils einer Zahl (1-3) zugeordnet sind.  Die TN werden aufgefordert sich in das jeweilige Feld zu stellen. Die Moderation holt stichprobenartig einige Statements ein, wobei möglichst keine Diskussion entstehen sollte, sondern eher ein schnelles warm-up

Beispiel:
Die Ausstattung meiner Lernumgebung entspricht …
1 = meinen Anforderungen
2 = überfordert mich
3 = nicht den geforderten Lernzielen

Material:
– Krepp-Klebeband zum abkleben der Felder auf dem Boden

Raum und Ausstattung:
– Antwortfelder 1,2 und 3
– Tafel / Flipchart / Smartboard (Visualisierung der Fragen + Antwortmöglichkeiten)
– ausreichend freie Fläche, auf der alle TN stehend zusammenkommen


Roboter-Parcours: Was sind Algorithmen? (CC-BY)

Ziel: Kritische Auseinandersetzung mit Wirkungsweise von Algorithmen kennenlernen; eignet sich besonders als spielerischer Einstieg in das Thema Big Data.

Dauer: 20 – 60 min

Ablauf: Gruppenauftrag, einen defekten Roboter zu programmieren; anhand eines Schaubildes werden einfache + eindeutige Anweisungen/Pseudocodes entwickelt.

Material:
– Foliensatz zu Algorithmen
– Flipchart / Whiteboard

Raum und Ausstattung:
– Sitzgelegenheit für jeden Teilnehmer
– Rechner, Projektor und Projektionsfläche
– kleine freie Fläche, um Schritte des Roboters zu simulieren

Link zum Material:
http://www.bpb.de/253037/roboter-parcours


Kartenspiel zu Memes + Netz(Jugend)Kultur)
<What do you Meme?>

Ziel: Austausch zu Internet-Memes/Netzkultur, Umgang reflektieren; kreative Praxis im Bereich Bild + Remix kennenlernen.

Zeit: 30-90 min

Ablauf: jeweils einem Meme werden die lustigsten Bildunterschriften (Karten auf der Hand) zugeordnet + prämiert.

Link zum Material:
https://whatdoyoumeme.com

Tipps + Ideen:
Das Spiel lässt sich einfach nachbauen – am besten zusammen mit der Lerngruppe selbst. Es werden aktuelle Memes im Netz gefunden, ausgedruckt und laminiert. Auf diese Weise kommen auch die Lehrenden auf einen guten Stand, was gerade bei der Zielgruppe im Bereich Bildsprache und Memes aktuell ist.

In der englischen Version ist das Memes-Spiel ein guter Anreiz im Fremdsprachenunterricht.


Social Media Offline-Spiel | (CC-BY)

Ziel: soziale Netzwerke wie Facebook thematisieren; Nutzen + Gefahren sozialer Netzwerke differenzierter betrachten

Dauer: 1-1,5 Stunden

Ablauf: 4 Phasen: Anmeldephase (Profil ausfüllen), Vernetzung (Freunde finden), Spielphase (Aktionskarten), Reflektionsphase

Link zum Material:
http://pb21.de/2013/01/facebook-spiel-download

Tipps + Ideen:
Möglicherweise ist es sinnvoller in einem reinen Planspielmodus zu arbeiten und komplett mit Fake-Profilen zu arbeiten, um die Privatsphäre der TN zu schützen, bzw. um ohnehin vorhandene Gruppendynamiken nicht 1:1 abzubilden und negativ zu verstärken. IN einer solchen Variante legen die SuS also keine realen Profile an, sondern bekommen Rollenkarten um eine Figur im Netzwerk zu spielen. Wie wie z.B. “der Fashion-King”, “Die Gamerin”, “Der Einzelgänger”, …


Workshop-Konzept zum Thema „Smartphones“

Maker:L,Date:2017-9-15,Ver:5,Lens:Kan03,Act:Kan02,E-ve
CC-BY 4.0  medialepfade.org 

Ziel: Geräte + Funktionen eines Smartphones kennenlernen. Verständnis für Bauteile, Betriebssysteme und die Funktionsweisen von Apps und deren Berechtigungen fördern.

Dauer: 3 x 45 Minuten

Ablauf: Fragengeleitetes Gespräch, das Visualisierungen (Icons/Logos) und echte Hardware/Bauteile unterstützt wird.

Raum und Ausstattung:
Stuhlkreis / Sitzkissen oder Tischinsel

Link zum Material:
www.netzwerkzeug.org/arbeitsmaterial/smartphones-grundlagenworkshop

Tipps + Ideen:
Das zugrunde gelegte Material ist teilweise nicht auf dem neuesten Stand (bspw. die Taschenlampe ist in neuere Smartphones ohne Werbung als Werkseinstellung integriert) – hier ist eine grundsätzliche Überarbeitung sinnvoll.

Hardware – Gut ist es sicherlich dennoch, ein Gerät in möglichst kleine Bestandteile zu zerlegen. Gut geeignet sind natürlich Fairphones und Shiftphones, also Smartphones die von Herstellerseite bereits modular aufgebaut und zum auseinanderschrauben gedacht sind.

BYOD  Auch bei Handyverbot in der Schule steigert ist es sicherlich möglich, einen Ausnahmetag auszurufen (Bring Your Own Device = BYOD). Das steigert die Motivation unserer Erfahrung nach enorm, zu dem ist es bei dem Thema wichtig, dass SuS ihre eigenen die Smartphones anschauen, SIM-Karten auszubauen und in den Einstellungen nachschauen, welches Betriebssystem und welch Apps wie genutzt werden.

Icons können ohne urheberrechtliche Einschränkungen sehr einfach selbst gestaltet werden – möglicherweise von den SuS selbst! Hier gibt es Anregungen für Gutes Selbstgemaltes auch Sketchnotes genannt. Eine andere gute Quelle sind schöne Icons auf der Website https://thenounproject.com – sämtlich unter einer CC-BY-Lizenz nutzbar.

 

DOIT-Projekt  mit Kick-Off in Amsterdam gestartet

DOIT-Projekt mit Kick-Off in Amsterdam gestartet

Medienbildung open education


Ende Oktober 2017 war mediale pfade.org beim Kick-Off Treffen des EU-geförderten Projektes ”DOIT – Entrepreneurial skills for young social innovators in an open digital world“ in Amsterdam. Dreizehn Partner aus ganz Europa waren zu Gast bei der Waag Society und haben bei dem zweitägigen Workshop die Grundsteine für das Programm der nächsten Jahre gelegt. Neben programmatischen Sessions ging es auch um das Kennenlernen der Partner und dem gemeinsamen Basteln an kleineren Maker-Projekten. DOIT möchte durch den Maker- und DIY-Ansatz sozial unternehmerisches Denken bei Kindern- und Jugendlichen stärken. Das Projekt startete im Oktober 2017 und wird insgesamt über die nächsten drei Jahr gefördert.

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we are makers BER #18 – Sensoren: Makerideen mit Calliope mini und Arduino

we are makers BER #18 – Sensoren: Makerideen mit Calliope mini und Arduino

open education

Bei der nächsten Ausgabe von we are makers BER, am 24.10.2017 soll es um das Thema Sensoren gehen. Täglich vermessen tausende technische Geräte mithilfe von Sensoren unsere Umwelt, reagieren anhand der Ergebnisse oder speichern sie in Datenbanken ab. Sind die Daten einmal erfasst, wirken sie wie kleine Wahrheiten, mit denen z.B. Wasser- oder Luftqualität definiert wird. Dabei sind sie alles andere als zuverlässig – es gibt viele Fehlerquellen. Und auch in anderen Bereichen wie Robotik oder Internet-of-Things (IoT) spielen Sensoren zunehmend eine große Rolle. Mit dem Ansatz des Physical Computing – Bau- und Bastelvorhaben, in denen Microcontroller mit kleinen Programmen laufen und bestimmte Funktionen steuern – kann die Bedeutung von Sensoren auch bereits für junge Menschen erfahrbar gemacht werden. Continue reading

We are makers BER #17 – Location Based Games

We are makers BER #17 – Location Based Games

open education


we are makers – wir wollen Technologien, Methoden und Tools, ausprobieren, Neues lernen, adaptieren und für unsere Arbeit einer zeitgemäßen Kinder- und Jugendmedienbildung nutzen! Im Alltag gerät dieses Machen und Ausprobieren allzu oft in den Hintergrund. Deswegen laden wir regelmäßig zu einem lockeren Treffen ein, bei dem das Selbermachen im Vordergrund steht. Von 3D-Druck, makey-makey über Drohnen, littlebits bis hin zu laser-cutten wollen wir uns den verschiedensten DIY-Themen widmen und deren Übertragbarkeit auf die medienpädagogische Praxis erproben.

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