Ausschreibung im Projekt TikTokSlam:
2 Honorarkräfte zur Konzeption eines Workshops zum Thema „Generative KI und Desinformation“ für Schüler*innen ab Klasse 9/10
-> Achtung: Bewerbungen bitte per Mail bis Dienstag, 9. Juni 2026, 15:00 Uhr
Künstliche Intelligenz, AI-Slop und Desinformation prägen zunehmend die mediatisierten Lebenswelten junger Menschen. Wir suchen zwei Honorarkräfte, die gemeinsam und in Rücksprache mit dem Projektteam ein Workshop-Format entwickeln, das Jugendliche ab Klasse 9/10 dabei unterstützt, mediale Mechanismen zu durchschauen und eine mündige Haltung zur eigenen Mediennutzung zu entwickeln.
Aufgaben
- Teilnahme am Methodensprint: 22. und 23. Juni 2026
- Gestaltung des inhaltlichen und didaktischen Konzepts in Rücksprache mit dem Projektteam
- Eigenständige Erarbeitung von Methoden für Kurz- (4 Std.) und Langversion (6 Std.) des Workshops
- Sichtung und Implementierung bestehender Vereinsmethoden in ein modulares Workshopkonzept
- Inhaltliche Erstellung von ZIMs, OER-Materialien und Druckvorlagen
- Durchführung und Auswertung von 1–2 Playtests
- Einarbeitung von Feedback und Finalisierung der Materialien
Zeitplan
| 22.–23. Juni | Methodensprint 1 |
| Juli | Konzeption, Absprachen mit dem TikTokSlam-Team vorzugsweise Montags oder Donnerstags |
| Aug / Sept | Selbstständige Methodenerarbeitung, ZIM-/OER-Erstellung |
| Oktober | Playtests und Anpassungen |
| Nov / Dez | Überarbeitung & Finalisierung, Druck und Aufbereitung der Materialmappe |
| Winter (ggf.) | Methodenschulung für das freie Team |
Was wir uns wünschen
- Erfahrung in der medienpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen ab ca. Klasse 9
- Interesse an bzw. Vorerfahrung mit generativer KI und/oder Desinformation
- Lust an konzeptioneller Arbeit und partizipativer Methodenentwicklung
- Bereitschaft, alle Materialien als OER unter freien Lizenzen zu veröffentlichen
- Bewusstsein für Machtverhältnisse und Bereitschaft zur Reflexion eigener gesellschaftlicher Positionen
Konditionen
- Honorar: ca. 4.500 € brutto pro Person insgesamt
- Umfang: zwei Honorarkräfte, die das Konzept in Abstimmung mit uns erarbeiten
- Arbeitsorte: überwiegend remote, einzelne Präsenztermine im Neuköllner Büro (Methodensprint, 2-wöchentliche Absprachen) sowie bei den Playtests (Berlin)
Kleine Aufgaben zur Bewerbung (Option 1 oder 2)
Option 1 — Methodische Annäherung
Setz dich mit folgendem Zitat von Marcus Bösch auseinander:
„Right-wing extremists have understood this affective environment for years and have been fueling it deliberately. Edit after edit. Account after account. Not to convince, but to normalize. Not to argue, but to align. This is why the disinformation frame keeps failing. Disinformation assumes a sender, a message, a deception, a corrigible subject. Fact-checking assumes wrong information meeting a willing reader. None of that fits brainrot. […] Stop chasing individual claims. The unit of analysis is not the post. It is the configuration. What format is being rewarded? What affect is being amplified? What recursion patterns are running? Start treating brainrot as a category of analysis. The AI whale, the gangster-rapper chancellor and the Eva Braun edits sit on the same feed for a reason. The reason is not ‚the kids‘. It is the infrastructure.“
Marcus Bösch (2026): Brainrot as Anti-Content „It’s the only way to be free online“
-> Skizziere in einer halben bis max. einer Seite Text (oder alternativ 3–5 Minuten Audio/Video):
- Wie verändert dieser Blick deine Annäherung an den Workshop?
- Welche erste methodische Idee, Übung oder Frage hast du im Kopf, mit der du Jugendliche ab Klasse 9/10 in dieses Themenfeld bringen würdest?
Option 2 — Beispiel aus deinem Feed
Schick uns ein konkretes Beispiel aus deinem Feed, deiner Timeline oder deinem Alltag mit, das für dich etwas mit „generative KI und Desinformation“ zu tun hat. Das kann ein TikTok sein, ein Sound, ein Meme, ein Reel, ein Screenshot, ein Werbepost, ein KI-generiertes Bild aus einer Suchmaschine — was du willst.
Erzähl uns kurz dazu (ein paar Sätze, ein Sprachmemo oder ein kurzes Video reichen):
- Was findest du daran spannend, irritierend oder verstörend?
- Wie und warum würdest du genau dieses Beispiel mit Jugendlichen ab Klasse 9 aufgreifen — als Einstieg, als Übung, als Diskussionsanlass?
Es geht uns ausdrücklich nicht um ein fertiges Konzept – sondern um einen Einblick in dein Denken und deinen pädagogischen Zugang.
Bewerbung
Bewerbungen von Einzelpersonen oder zweier-Teams sind möglich. Schickt uns diese bitte bis Dienstag, 9. Juni 2026, 15:00 Uhr, per Mail an mit:
- Motivationsschreiben
- Skizze zur Aufgabe (Option 1 oder 2)
- (optional) Beispielen früherer medienpädagogischer Arbeit
Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!
Wir bitten darum, auf Angaben zu Familienstand sowie Bewerbungsfotos zu verzichten. Bewerbungen von PoC und LGBTIQ*-Personen sind ausdrücklich willkommen.